Der aus dem Geschlecht der Grafen von Nottich stammende Gerfried war Neffe und Schüler des Heiligen Liudger, Gründer des Bistums Münster (Westfalen). Nach dessen Tod im Jahre 809 trat er seine Nachfolge als Bischof von Münster an und führte den Ausbau des Bistums fort. Vor allem in Organisation und Verwaltung der Kirche leistete er bedeutende Arbeit.
Im Jahre 827 übernahm er nach dem Tod seines Vorgängers Hildegrim I. (Heiliger; Bruder Liudgers) die Leitung der Schwesterklöster Werden an der Ruhr (Werden ist heute ein Stadtteil von Essen) und Helmstedt, die bis in die frühe Neuzeit stets in Personalunion geführt wurden.
Nach Gerfrieds Tod am 12. September 839 in Münster wurden seine sterblichen Überreste in die Krypta der Abtei Werden an der Ruhr übertragen und dort in der Nähe von Liudger bestattet.
Darstellung: im Bischofsornat
Attribute: Mitra, Stab

Quelle: Herder-Verlag

