Patronat: Kanton Glarus (Schweiz), Säckingen; der Schneider, des Viehs; gegen Arm- und Beinleiden, Kinderkrankheiten, Viehseuchen, Wassergefahr und Feuersnot; für gutes Wetter
Fridolin stammte vielleicht aus Irland und wirkte als Missionar in Poitiers (Westfrankreich). Hier fand er die Grabstätte des Heiligen Hilarius völlig zerstört vor und baute für die Gebeine eine Kirche und ein Kloster, zu desssen Abt ihn der Bischof von Poitiers bestimmte. Er blieb dem Heiligen auch auf seinem weiteren Weg treu, indem er an vielen Stellen im östlichen Frankreich und südwestlichen Deutschland für ihn Kirchen und Klöster errichtete. Der Heilige Hilarius erschien ihm im Traum und wies ihm die Rheininsel Säckingen (östlich von Basel) als Platz für ein weiteres Kloster zu. Der Frankenkönig Chlodwig I. übereignete Fridolin die noch zu findende Insel. Dieser brach auf, erreichte sie auch, richtete dort ein Kloster ein und missionierte die heidnischen Alamannen im weiten Umkreis.
Er soll Urso, der Fridolin ein Stück Land geschenkt hatte, wieder zum Leben erweckt haben, damit dieser seinem neidischen Bruder Landolf gegenüber die Richtigkeit der Schenkung bezeugte. Als Landolf den bereits halb vergangenen Leichnam seines Bruders erblickte, soll er – zu Tode erschrocken – Fridolin ein weiteres Areal geschenkt haben. Hier errichtete Fridolin nun wiederum Kirchen für den Heiligen Hilarius, so dass dessen Name sich noch heute in dem des späteren Kantons Glarus findet. Der Abt im Wappen des Kantons stellt Fridolin dar.
Fridolin soll an einem 6. März um das Jahr 538 gestorben sein. Er wird heute noch vor allem in der Schweiz und im Badischen verehrt.
Darstellung: als Wandermönch oder Abt
Attribute: Pilger- oder Abtstab, Pilgertasche, Knabe oder menschliches Skelett (Wiedererweckung des Urso), Brief (Schenkungsurkunde)

Quelle: Herder-Verlag

