Wie alles begann

Der Stadtteil Stühlinger war im vorletzten Jahrhundert die erste westliche Stadterweiterung jenseits der im Jahre 1845 eröffneten Bahnstrecke Mannheim – Basel. Das Grundbuch weist ein 1866 in der Engelbergstraße errichtetes Haus als das älteste nach. Die weitere Bebauung ließ nicht lange auf sich warten. 1880 zählte man schon fast hundert Gebäude in dem zunächst namenlosen Quartier "Hinter dem Bahnhof", wie man es damals nannte.

1890 prägten bereits 200 Häuser das Bild des werdenden Stadtteils, dem man 1885 offiziell den Namen "Stühlinger" gab, benannt nach den Herren von Stühlingen, die zwar in der Innenstadt wohnten, aber in diesem Gelände ausgedehnte Felder und Wiesen besaßen. Mit der stets steigenden Einwohnerzahl wuchs auch die Sorge der Kirchenbehörde um die pastorale Betreuung der hier wohnenden Katholiken. Diese gehörten zur Pfarrei St. Martin, so dass die Martinskirche Sonntag für Sonntag überfüllt war. Im Hinblick auf diesen Notstand wurden Planungen für eine neue Kirche aufgenommen.