Zweiter Kirchenbauverein

Mit Wirkung vom 1. Januar 1949 wurde der "Kirchenbauverein Herz-Jesu" gegründet. Es hat sich damals wohl niemand an den „St. Johann-Ludwig-Verein" erinnert, und so nannte man den neuen Kirchenbauverein auch nicht den „Zweiten". Die Satzungen erläutern, dass der Kirchenbauverein der Heilung der schweren Bombenschäden dient, welche die Herz-Jesu-Pfarrei durch den Zweiten Weltkrieg erlitten hat. Als weiterer Zweck wird die Mithilfe bei den anwachsenden sozialen und caritativen Aufgaben der Pfarrgemeinde genannt.

Der Anklang, den der neue Kirchenbauverein bei den Pfarrangehörigen gefunden hat, war ein überzeugender Beweis treuer Verbundenheit mit der Gemeinde und auch für die Liebe zu ihrer Herz-Jesu-Kirche. 50 Männer und Frauen haben sich spontan bereit erklärt, mit den Sammellisten monatlich von Haus zu Haus zu gehen, um kleinste Beiträge abzuholen. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war jener vor 1900 nicht vergleichbar, als damals Menschen aus vorhandenem Vermögen große Stiftungen machen konnten. Aber es lässt aufhorchen, dass der zweite Kirchenbauverein für den Wiederaufbau der Kirche, Beschaffung der Orgel und der Glocken sowie für das Gemeindehaus St. Klara und den Neubau der Kindergärten St. Marien und St. Elisabeth mehr als eine Viertelmillion Mark zur Verfügung stellen konnte.